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Was bringt Functional Food?

Probiotische Kulturen im Joghurt, Cholesterinsenker in der Margarine, Omega-3-Fette im Brot: sogenannte Funktionelle Lebensmittel sind im Trend. Doch was bringen diese Lebensmittel für die Gesundheit?

Über ein Drittel der Deutschen Verbraucher kauft mittlerweile bewusst Lebensmittel, die künstlich mit gesundheitsfördernden Zusatzstoffen angereichert wurden.

Besonders die jüngere Generation der unter 30-Jährigen greift bei diesen als Functional Food bezeichneten Lebensmitteln gern zu. Wie eine functional-food|istockphoto.com/kcline|www.istockphoto.com/stock-photo-2116243-baked-salmon.phpUmfrage des Forsa-Instituts und der DAK ergab, glauben jedoch nur sechs Prozent der Befragten, dass diese Lebensmittel für eine gesunde Ernährung überhaupt notwendig sind. Ein Paradoxon.

Was also bringt Functional Food und sind probiotische Joghurts zur Immunstärkung, Omega-3-Brote für die Herzgesundheit und Vitaminsäfte und -tabletten wirklich notwendig?

Ernährungswissenschaftler bezweifeln das und kritisieren teilweise sogar, dass die Lebensmittelanreicherungen mitunter die gesunden Grenzen überschreiten. Functional Food hat nicht die gleiche Wirkung wie die natürlichen Lebensmittel.

Natürliche Nahrungsmittel, sei es Fleisch, Fisch oder Gemüse sind schwer im Labor zu reproduzieren, denn meist ist es die natürliche Kombination der Inhaltsstoffe die ein Lebensmittel so gesund macht. Extrahiert man einzelne Nährstoffe, bildet sie künstlich nach und setzt sie dann Lebensmitteln zu, wird kaum die wertvolle Kombination von Mutter Natur erreicht. Es gilt nicht „viel hilft viel“, sonder eher die „Mischung macht’s“.

Darum wird auch immer wieder von einer ausgewogenen, vielfältigen Ernährung gesprochen, denn nur so erhält der Körper die gesunden Vorteile die die Natur zu bieten hat. Besser als ein mit Omega-3-Fetten angereichertes Brot ist beispielsweise einfach eine Scheibe Vollkornbrot belegt mit Hering oder Lachs. Sozusagen „back to basic“ statt „high tech food“.

Tipps für eine natürliche und gesunde “functional food” Ernährung:

  • Frisches Obst und Gemüse, besonders die regionalen und saisonalen Sorten, liefern die meisten Vitamine, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffe. Täglich sollten zwei Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse auf dem Teller landen. Statt Frisch-Gemüse ist Tiefkühlgemüse eine gute Alternative, da durch die schonende Frostung direkt nach der Ernte viele Vitalstoffe erhalten werden.
  • Fleisch, Fisch und Milchprodukte in Maßen, versorgen den Körper mit wichtigen Mineralien, Vitaminen und Eiweißen.
  • Rohkost ist nicht besser und wird von manchen Menschen nicht gut verdaut. Zudem acht das vorsichtige Kochen oder Garen viele der wertvollen Inhaltsstoffe für den menschlichen Körper erst verwertbar. Lest hierzu auch unsere Tipps zur schonenden Zubereitung von Gemüse.
  • Bewegung stärkt Körper, Muskeln und Knochen und ist ein hervorragender Stressbekämpfer. Zudem stimuliert das Sonnenlicht bei der Bewegung in der freien Natur die Vitamin D Produktion, ein wichtiges Vitamin für die Knochengesundheit.