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Was essen wir 2009?

Bio-Produkte, mehr Lebensmittel mit Zusatznutzen (functional food) und auf jedem TV-Sender Kochshows und Promi-Dinner: 2008 war geprägt von einer Rückbesinnung auf Lebensmittel-Qualität und verstärktes Kochen am heimischen Herd.


Aber auch die Bequemen wurde versorgt: in den Kühltheken der Supermärkte tauchten mehr Tiefkühl- und Diätprodukte, wie Weight Watchers und Brigitte-Diät auf.

Kochen und
Rezepte|istockphoto.com/Yuri_Arcurs|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=3601600Wir haben uns gefragt, welche Trends wohl 2009 im Zeichen von Wirtschaftskrise, steigenden Preisen und mehr Umweltbewusstsein auf uns zukommen, egal ob zum Abnehmen oder zum gesunden Essen. Wir möchten Euch 14 Lebensmitteltrends für 2009 vorstellen: 

 

1. Mein kleiner grüner Garten

Bisher sah man auf den deutschen Balkonen meist nur Kräutertöpfe. Ein paar ganz Fortschrittliche bauten Erdbeeren, Cocktailtomaten oder Mini-Paprika an. Dieser Trend wird sich fortsetzen und noch viele andere Gemüsesorten ergreifen.

Selber säen und ernten ist IN, denn dann weiß man was man isst. Wer keinen Balkon oder Garten hat für den gibt es mancherorts eine Lösung: Gemeinschaftsgärten wie „Rosa Rose“ in Berlin.
 

2. Selbst gemacht

Die Kochshows werden eher mehr als weniger und es entstehen immer mehr Rezepte Sammlungen (Chefkoch.de, Kochbar.de, Bongusto.de) im Internet. Da lässt sich ein weiterer Trend ausmachen: Vor allen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten findet eine Rückbesinnung zur Häuslichkeit statt (auch „Cocooning“ genannt). Selber kochen und backen.

Hausgemachte Marmeladen, Chutneys, selbst gebackenes Brot, einwecken und einkochen wie zu Großmutters Zeiten. Übrigens, gibt es jetzt auch ein Restaurant in dem man selber kocht: das Room to Cook (Düsseldorf).

 

3. Individuell gemischt

„Do it Yourself“ heißt das Motto auch für Lebensmittel. Müsli, Kaffee, Tee, Pralinen oder Schokolade werden – meist im Internet – selbst zusammenstellt. Schöne Idee, denn schließlich mag nicht jeder Rosinen im Müsli oder den Standard-Früchtetee.

Übrigens: Auch in einigen Bio-Supermärkten kann man sich sein Müsli selbst mischen oder sich in Teeläden vielfältige Teemischungen zusammenstellen.

 

4. Vielfalt in der Tiefkühltruhe

Schauten einen vor einiger Zeit in der Tiefkühltruhe des Supermarktes nur Erbsen, Möhrchen, Spinat, Pizza und Eiskreme an, so traut man heute seinen Augen kaum. Vielfältige Fischgerichte (pur, paniert oder mit Saucen), exotische Gemüsemischungen (pur oder schon fertig gewürzt) und eine große Auswahl an Fertiggerichten – vom Bami Goreng, über Gulasch- oder Fischpfannen, Paella und Couscous.

Gesund, lecker und schnell aufgewärmt sind diese Gerichte durchaus kalorienbewusst. Ein toller Trend für alle die keine Zeit zum Selber kochen haben. Wir wünschen uns für 2009 noch mehr Vielfalt!

 

5. Weniger ist mehr: kleinere Portionen

Man mag es kaum glauben, aber dieser Trend kommt aus den U.S.A. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Super-Size Menüs geht der Trend zu kleineren Portionen. Vor allem in Restaurants werden die servierten Mahlzeiten immer kleiner und damit auch kalorienärmer.

Initiiert unter anderem von Dr. Wansink und seinem SmallPlateMovement, der „Kleiner Teller Initiative“. Ein empfehlenswerter Trend zum Nachmachen aus Amerika!

 

6. Transparenz: das ist drin

Fakt ist: Die Lebensmittel-Kennzeichnungs-Ampel (wie in England) ist sicher nicht perfekt. Fakt ist aber auch: Der Verbraucher will und muss besser informiert werden. Es ist unzumutbar, dass immer noch Produkte im Regal stehen, auf deren Verpackung nicht mal die Kalorienangaben aufgedruckt sind.

Der Trend geht zu mehr Transparenz. Immer mehr Hersteller kennzeichnen ihre Produkte besser. Wir sagen: Weiter so! Auch im Internet liefern das-ist-drin.de oder fettrechner.de umfangreiche Nährwertinformationen.

 

7. Minze war gestern. Willkommen Ingwer!

Unsere europäischen Geschmacksnerven gewöhnen sich langsam aber sicher an das scharfe, zitronige Aroma des Ingwers. Keine Frage: diese Wurzel ist ein Allroundtalent, egal ob in süßen oder herzhaften Speisen. Das würzige Aroma des Ingwer passt immer.

Deshalb basteln die Lebensmittelingenieure auch fleißig an Ingwer-Kaugummis, Ingwer-Bonbons oder Ingwer-Limonaden mit erfrischendem Ginger-Geschmack (engl. für Ingwer). Ingwer, so sind sich viele Trendsetter sicher, ist die neue Minze. 

 

8. Wieder da: Estragon

Frischer Estragon fand in den letzten Jahren nur selten den Weg in den Kochtopf. Das soll sich 2009 ändern: mehr Köche verwenden Estragon und auch für die heimischen Kochexperimente ist Estragon durchaus zu empfehlen.

Der Geschmack ist aromatisch, erinnert leicht an Anis und passt perfekt zu Fleisch, Salatdressings und Salaten. Da freut sich neben den Geschmacknerven auch die Verdauung, den Estragon stärkt diese.
 

9. Gourmet-Imbiss statt Fast Food

Gesundes Fast Food|abnehmen.net|www.abnehmen.net
In den Großstädten boomt ein neuer Trend: hochwertiges FastFood.
Gab es bisher gegen den schnellen Hunger hauptsächlich Subways, McDonalds, Burger King und Starbucks, so kommen nun eine Reihe durchgestylter Bio-Fastfood Läden auf den Markt:

Die Preise sind teils recht happig, weshalb weniger der Begriff Fast Food, sondern eher die Bezeichnung Gourmet-Imbiss angebracht ist. Interessant bleibt zu beobachten, wie sich diese Konzepte in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten behaupten werden können.
 

10. Udon statt Sushi: rettet die Fische

Die Überfischung der Meere kommt auch im heimischen Wohnzimmer an. Jüngstes Opfer ist der deutsche Hering in der Ostsee. Viele werden darum weniger häufig zu Fisch greifen und sich leichte asiatische Alternativen suchen: Suppe statt Sushi. So geht in Großstädten der Trend von der Sushi Bar hin zur Udon Noodle Suppen, zum Beispiel:

Neben der ökologischen Korrektheit, aber bitte nicht die Versorgung mit den wertvollen Omega-3-Fetten vergessen. Statt in Fisch finden die sich die herzgesunden Omega-3-Fette auch in Leinsamen, Walnüssen, Rapsöl und Paprikaschoten.

 

 

11. Rustikale Küche statt Molekularhäppchen

Möglichst ausgefallen und spartanisch. So sah es in den letzten Jahren oft auf den Tellern der Spitzenrestaurants aus. Aber auch hier geht der Trend weg von der extravaganten Molekularküche hin zu traditionellen Gerichten mit heimischen Kräutern und regionalen Zutaten. Ein Trend für 2009: Comeback des „Comfort Food“.

 

12. Regional & saisonal

Gesundes Gemüse|pixelio.de/Bolliger Hanspeter |www.pixelio.de/details.php?image_id=327772&mode=searchKohl im Winter, Spargel im Juni und Tomaten im Sommer: der Trend geht zur Rückbesinnung auf die landestypische, regionale und saisonale Kost.

Statt 365 Tage exotische Früchte oder Gemüse parat zu haben, die sowieso nur nach Wasser schmecken, wird im wahrsten Sinne des Wortes gegessen was auf den Teller kommt.

Die Bewegung hat auch einen Namen: „Slow Food“. Lange Transportwege werden vermieden, CO2 wird gespart und es kehrt der reine, unverfälschte Geschmack regionaler Küche an den Esstisch zurück.

In Berlin hat das erste klimaneutrale Restaurant, das Foodorama, eröffnet und es gibt einen exotischen Kräutergarten, indem auch Berlins Spitzenköche ihre Zutaten besorgen. Auch im Internet kann man exotische Kräuter und essbare Blüten kaufen: zum Beispiel bei Essbare Landschaften – übrigens auch eine der Top-Einkaufsadressen der Berliner Köche.

 

13. Alles kalorienarm?

Von der Leberwurst bis zum Keks: lowfett, fettarm, fettfrei, kalorienarm, kalorienreduziert – der Trend zu immer mehr Light-Produkten wird sich auch 2009 fortsetzen. Fett und Zucker als kalorienhaltige Geschmacksträger werden mit Süßstoff und anderen Zusatzstoffen ersetzt. Alles für die schlanke Linie.

Trotz aller Werbeversprechen solltet Ihr bei fettarmen und ungezuckerten Produkten weiterhin genau auf die Inhaltsstoffe und Kalorienangaben schauen. Oft sind zwar kein Fett, dafür aber viel Zucker und unnötige künstliche Aromen enthalten.

 

14. Gesünderes für Kinder

Nimm2, Fruchtzwerge, Kinderschokolade oder Cornflakes: Produkte die suggerieren, dass sie gesund und voll wertvoller Inhaltsstoffe für den Nachwuchs sind. Die meisten „Kinder“ Produkte enthalten jedoch für so einen kleinen Körper viel zu viel Zucker, Fett und Kalorien. Das fand jüngst Stiftung Warentest in einem Test heraus.

Bekommt der kleine Organismus im Wachstum solch kalorienreiche Kost kann das zu Übergewicht, Diabetes aber auch Zahnschmerzen und Hyperaktivität führen. Ein ganz wichtiger Trend muss daher für 2009 eine gesündere Kinderkost ohne Zuckerzusätze und Dickmacher sein.

Unser Trend #2 „Selbst gemacht“ ist hierbei auch von Vorteil. Denn im Kindesalter ist es wichtig, Gefühl und Geschmack für gesunde Lebensmittelmittel zu entwickeln. Gemeinsames Kochen und essen zu Hause ist dabei ein wesentlicher Faktor.