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Was ist eine ketogene Diät?

Eine ketogene Diät ist eine spezielle Ernährungsform, die größtenteils auf Kohlenhydrate verzichtet. Im Vordergrund stehen Nahrungsmittel, die fett- und eiweißreich sind. Eine ketogene Diät erfordert viel Disziplin. Gerade am Anfang wird sich der Körper lautstark wehren.


Denn er interpretiert den Entzug von Kohlenhydraten als Notfallsituation. Wie beim Sport benötigt der Körper eine kurze Zeitspanne, um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen – in der Regel liegt diese zwischen 24 und 48 Stunden. Voraussetzung ist allerdings ein völliger Verzicht auf Kohlenhydrate. Auch die Zufuhr anderer ketogene-diaet-eiweiss|istockphoto.com/velkol|www.istockphoto.com/stock-photo-4125954-milk.phpNährstoffen sollte gerade in den ersten Tagen stark begrenzt werden.

Ketogene Diäten – Keine Kohlenhydrate mehr!

Wenn der Körper seinen Stoffwechsel auf ketogen umgestellt hat, kann die Ernährung auf eine ketogene Diät abgestimmt werden. Bei einer ketogenen Diät spricht man auch vom Hungerstoffwechsel. Als Hungerstoffwechsel wird der Zustand bezeichnet, bei dem der Körper die nötige Energie aus den eigenen Fettreserven bezieht, da durch die fehlende Nahrung keine zugeführt werden kann.

Eine ketogene Diät im medizinischen Sinne unterscheidet sich etwas davon. In der Regel wird die Energie nicht aus Körperfetten bezogen, sondern aus dem Nahrungsfett. In diesem Fall ist die ketogene Diät sehr stark durch eine fettreiche Ernährung geprägt. Anwendung findet sich bei der Behandlung von Kinderkrankheiten wie Epilepsie oder der Glukosetransportstörung.

Sonderformen der ketogenen Diäten sind die so genannten Low-Carb-Diäten wie beispielsweise die Atkins-Diät. Die Atkins-Diät konzentriert sich auf eine kohlenhydratarme Kost. Im Vordergrund der Nahrungsaufnahme stehen Fette und Eiweiß. Durch diese Form der Diät soll der Körper dazu veranlasst werden, auf den ketogenen Stoffwechsel umzuschalten.

Ketogen schnell abnehmen?

Der angestrebte Zustand einer ketogenen Diät nennt sich Ketose. Zu diesem Zeitpunkt wandelt der Körper in der Leber Fettsäuren in Keton-Körper um. Hauptgrund ist die Energiegewinnung. Gerade das Gehirn ist auf Glucose angewiesen. Wird ihm diese Energiequelle vorenthalten, kann es diese nur aus den Keton-Körper beziehen. Diese energiereichen Moleküle sind als einzige in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu passieren, die physiologische Barriere zwischen Nervensystem und Blutkreislauf.

Grundsätzlich kann Glukose auch aus anderen Energieträgern gewonnen werden – allerdings nur mit geringer Effektivität. Bei den Proteinen können 50 Prozent in Glucose umgewandelt werden – bei Fetten gar nur 10 Prozent. Wenn bei einer kohlenhydratarmen Diät auch die Zufuhr an Fetten und Eiweißen limitiert wird, wird der Organismus praktisch gezwungen, seinen Stoffwechsel auf Ketogen-Betrieb umzustellen.

Die Vorteile einer ketogenen Diät werden nicht nur zum Abnehmen genutzt, sondern finden auch in medizinischen Bereichen Anwendung. Sogar in der Krebstherapie nimmt die ketogene Diät einen immer größer werdenden Stellenwert ein.