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Was tun bei Heißhunger durch Stress?

Plötzlich ist er da: Der Stress und dann der Heißhunger – Dieses ganz intensive Bedürfnis nach einem Stück Schokolade oder Kuchen. Einer Studie der Uni Tufts zufolge „leiden“ 91% der Frauen unter starken Heißhunger-Attacken.

Glückshormon Dopamin

Schuld am Heißhunger durch Stress ist das Hormon Dopamin. Dopamin wird nach dem Verzehr von Wohlfühllebensmitteln ausgeschüttet. Das macht euphorisch und klar, das Gehirn wird süchtig, möchte dieses Hochgefühl immer wieder neu erleben. Willenskraft hilft da nur bedingt. Fühlt sich der Körper unter Druck oder Stress, schüttet er das Hormon Kortisol aus. Das Gehirn sucht daraufhin Belohnung. Am liebsten Wohlfühllebensmittel mit viel Zucker und Fett. Denn diese ziehen die Bremse im Stress-System, indem sie die Kortisolausschüttung abdämpfen. Der Heißhunge nach dem Verzicht auf Essen ist besonders stark.

Isst man Kartoffelchips oder Pralinen als Reaktion auf negative Gefühle, zum Beispiel nach Streit mit dem Partner oder Stress, etablieren sich starke Assoziationen im Gehirn. Wie ein Pawlowscher Reflex: das Essen von Süßem oder Fettigem brennt sich im Hirn als ideale Lösung für unangenehme Probleme oder Gefühle ein.

Raus aus der Kortisol-Falle

  • Glücksgefühle simulieren: besonders bei Frauen funktioniert dies mit Musik hervorragend, da Musik emotionale Reaktionen hervorruft. Musik bietet Ablenkung und emotionale Entspannung.
  • Abwarten: Heißhunger-Attacken wird oft zu schnell nachgegeben. Es kommt das Gefühl auf – je länger ich warte, desto schlimmer wird es. Dem ist aber nicht so. Heißhunger ist wie eine Welle, kommt, baut sich auf und verschwindet wieder. Abwarten und Tee trinken hilft, mit Heißhunger-Attacken besser umzugehen und antrainiertes Verhalten abzulegen
  • Stress abbauen mit bewusster Entspannung, zum Beispiel Yoga oder Autogenes Training.
  • Ablenken: Wonach es dem Körper wirklich verlangt ist nicht „essen“, sondern einfach nur „besser fühlen“. Wenn eine Attacke kommt, wie wär’s mit: Freunde anrufen sie um Rat fragen oder einfach nur „ausheulen“, Sport machen, aufs Rad setzen und ins Grüne fahren? Bewegung ist ein unglaublich guter Stress-Killer. Vor allem herausfinden was es ist, das emotional belastet: Angst, Langeweile, Ärger, … und einfach mal aufschreiben: Ich fühle mich __________ wegen __________.