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Welches Wasser ist besser: Mit Sprudel oder ohne?

Für die eine Hälfte des Tisches muss es Mineralwasser ohne Kohlensäure sein, die andere besteht auf Wasser mit Sprudel. Oder sollte es doch lieber ganz normales Trinkwasser aus dem Wasserhahn sein? Was ist besser?

Ob mit Sprudel oder ohne ist in erster Linie eine Frage des Geschmacks. Ein stark sprudelndes Mineralwasser ist nicht jedermanns Sache, viele können es nicht gut trinken. Besser verträglich ist dagegen die Mineralwassersorte “Medium”, die mittlerweile nicht nur im Getränkemarkt, sondern auch in den meisten Restaurants angeboten wird.

Oft ist die Wahl des Wasser auch abhängig vom Anlass: Beim Sport bevorzugen viele ein Wasser „ohne“, damit sie in einem Zug schnell ihren Durst stillen können. Zum Essen oder als Erfrischung zwischendurch darf es dann gern Mineralwasser mit Sprudel sein.

Aus dem Hahn oder aus der Flasche?

Mineralwasser aus der Flasche erachten viele für gesünder als Leitungswasser, weil es große Mengen gelöster Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen enthält. Aber auch im Trinkwasser aus der Leitung sind Mineralstoffe gelöst. Wie hoch der Mineralstoffgehalt ist, hängt von der Region und der Herkunft (Oberflächen-, Grund- oder Quellwasser) des Wassers ab. Trinkwasser aus dem Grundwasser enthält viele Mineralien, Trinkwasser aus dem Oberflächenwasser enthält dagegen vergleichsweise wenig Mineralien.

Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass Wasser nur eine geringe Bedeutung für die Deckung des Mineralstoffbedarfs hat. Der Mensch deckt seinen Tagesbedarf an lebenswichtigen Mineralien vor allem über die feste Ernährung.

Ist Leitungswasser sicher?

Ja, auf jeden Fall. In Deutschland unterliegt fast Alles strengen Kontrollen, so auch die Qualität des Leitungswassers. Das Leitungswasser zählt sogar zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln und muss wesentlich härtere Vorschriften erfüllen als Wasser in Flaschen.

Ein weiteres Argument für stilles Wasser aus dem Hahn anstatt aus der Flasche, sind besorgniserregende Untersuchungen. Demnach wurden in Plastikflaschen (PET-Flaschen) chemische Stoffe und Umwelthormone nachwiesen. Zwar nicht in Dosierungen, die gefährlich für die Gesundheit sind, aber die einen teils faden Geschmack des Wassers verursachen.

Ökobilanz von Wasser

Bleibt noch, einen Blick auf das Flaschenwasser in Zusammenhang mit der ökologischen Nachhaltigkeit zu werfen. Wem die Öko-Bilanz am Herzen liegt, der trinkt lieber Wasser aus dem Hahn anstatt aus der Flasche.

Denn nicht nur aus Frankreich oder Australien importiertes Mineralwasser ist eine Klimasünde: Ein Liter deutsches Flaschenwasser verbraucht, laut einer Studie aus der Schweiz, im ungünstigsten Fall circa 0,3 Liter Erdöl, um zu uns in die vier Wände zu gelangen: Transport des Wassers in die Fabrik, Abfüllung, Transport in den Supermarkt und letztendlich der Weg des Flaschenwassers nach Hause verursachen den hohen Energieverbrauch.

Fazit: Wer seinen Durst mit Leitungswasser statt mit Flaschenwasser stillt, der unterstützt Mutter Natur und stillt den Durst nachhaltiger.

Frische Limiten mit Sprudel im Glas

©iStock/Pcholik

 

Praktisch: Ein Wassersprudler

Wer lieber Sprudelwasser statt stillem Leitungswasser trinkt, der sollte sich einen Wassersprudler zulegen. Die kleinen Geräte zaubern mit ihrer Co2-Kartusche im Nu sprudelndes Nass, je nach Geschmack mit mehr oder weniger Sprudel. So tut man etwas für die Ökobilanz und spart sich zudem das lästige Schleppen schwerer Wasserkästen.

Wassersprudler gibt es in größeres Supermärkten, Media-Märkten oder noch praktischer: im Internet.

Mineralwasser-Lexikon

Damit ihr auch im Urlaub genau das Wasser bekommt, was ihr zu trinkenwünscht, gibt es hier unser kleines Mineralwasserlexikon für die Sommerreise:

Ohne Sprudel Mit Sprudel
Englisch still water sparkling water (GB) oder soda water (USA)
Italienisch acqua minerale acqua minerale
Französisch eau plate eau gazeuse
Spanisch agua mineral sin gas agua mineral con gas

Denkt immer dran, ausreichend Wasser zu trinken. Mindestens 1,5 bis zwei Liter pro Tag sollten es sein. Bei sportlicher Betätigung (circa einen Liter pro Stunde Sport mehr) oder hohen Temperaturen auch ein bis zwei Liter mehr!