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Wie entsteht ein Tennisarm?

Ein Tennisarm muss nicht zwangsläufig vom Tennisspielen kommen. Ein Tennisarm ist eine Erkrankung der Sehnen, die häufig eine Folge von zu hoher und einseitiger Belastung ist. Durch mikroskopisch kleine Risse in der Sehe kommt es zu Entzündungen im Gewebe.

tennisarm-tennis|pixelio.de/hofschlaeger|www.pixelio.de/details.php?image_id=400496Eine Sehne ist der bindegewebsartige Teil des Muskels, der unmittelbar mit dem Knochen verbunden ist. Sehnen bestehen überwiegend aus kollagenen Fasern, die der Sehne ihre Festigkeit geben. Kollagene Fasern besitzen eine hohe Zugfestigkeit und sind kaum dehnbar. Kollagen selber gehört zu der Gruppe der Strukturproteine. Diese Art der Eiweiße dient beim Menschen ist erster Linie als Gerüststoffe für Zellen.

 

Überbelastung der Sehnen führt zu einem Tennisarm

Die stärkste Sehne im menschlichen Körper ist die Achillessehne – sie setzt direkt am Wadenmuskel an und hält bis zu einer Tonne Zugbelastung aus. Wie macht sich ein Tennisarm bemerkbar. Es beginnt erst harmlos mit ein paar Schmerzen am Ellenbogengelenk. Später sind auch die Muskeln betroffen, die am Ellenbogen ansetzen. Ein ernst zunehmendes Stadium ist erreicht, wenn im Handgelenk selber ein Schwächegefühl auftritt und das Zugreifen schwerfällt.

Die Diagnose „Tennisarm“ gestaltet sich oft schwieriger als gedacht. Selbst Röntgenuntersuchungen zeichnen kein klares Bild. Wichtig ist vor allem, andere Erkrankungen, wie zum Beispiel des Nervensystems, auszuschließen. Das einzige wirksame Mittel bei einem Tennisarm ist die Ruhigstellung des betroffenen Armes. Auch Wärme- und Kaltkompressen können Linderung schaffen und den Heilungsprozess fördern.

Wenn auch das nicht mehr hilft, müssen schwerer Geschütze aufgefahren werden. In der Regel werden dann entzündungshemmende Medikamente verschrieben. Hilft auch das nicht, ist einem Tennisarm nur noch mit einer Operation beizukommen. Dabei wird die Sehne am Muskelursprung eingekerbt, um das umliegende Gewebe zu entlasten. Einem Tennisarm kann man vorbeugen, in dem man einseitige Belastungen so gering wie möglich hält.

Auch ein regelmäßiges Dehnen der Unterarmmuskeln kann prophylaktisch wirken. Gerade für einen Profitennisspieler ist das natürlich leichter als gesagt. Übrigens können die spezifischen Beschwerden auch bei anderen Sportarten auftreten. Volleyballspieler oder Kanufahrer können genauso oft von einem Tennisarm heimgesucht werden. Der Tennisarm ist die weltweit häufigste Erkrankung des Armes.

Was viele nicht wissen: Nicht selten heilt er sogar von alleine ab – auch ohne entsprechende Therapien. In der Regel geschieht das „Ausbrennen“ innerhalb von ein bis zwei Jahren. Auch wenn es schmerzt, oft ist eine moderate Bewegung sogar das beste Heilmittel. Denn dadurch wird die Sehne besser mit wichtigen Nährstoffen versorgt – was den Genesungsprozess beschleunigt.