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Wie esse ich weniger?

FdH und andere Hungerkuren suggerieren: Weniger essen, dann klappt es mit dem Abnehmen. Das ist jedoch einfacher gesagt als getan. Denn der Verzicht, oder auch nur das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen, quält die meisten Abnehmwilligen und führt selten zum Erfolg.

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Einfach weniger essen und dann Purzeln die Kilos? Meist täuschen sich die "FdH-Opfer" selbst. Statt volle und halbe Portionen gegeneinander abzuwägen, sollten folgende Tricks den Willen zum Abnehmen unterstützen:

Kleine Teller verwenden

Warum? Weil unser Auge und Bewusstsein ausgetrickst wird, ganz nach dem Motto "Wenn der Teller voll ist, werde ich satt". Dabei spielt nicht die Größe der Tellers eine Rolle, sondern das aufgetragene Essen. Großer Teller, wenig Essen assoziiert – "ich bleibe hungrig“, während ein kleiner Teller mit der gleichen Menge ein Sättigungsgefühl hervorruft.

Diese Idee vermarktet der Hersteller Tracy Adler aus den U.S.A. und entwarf  "Yum-Yum-Dish", was frei übersetzt soviel heißt wie "Jammi-Jammi-Geschirr". Jedes Schälchen fasst ca. 113 Gramm (4 Unzen) eines Lebensmittels. Es gibt sie in rot, blau, grün und gelb.

Witzige Idee: auf dem Boden steht "Over" also leer, aus, Ende, finito, vorbei. Und handbemalt sind sie auch. Für Kinder oder als Geschirr auf Partys eine ganz nette Idee.

Aber braucht man für bewusstes Essen extra gekauftes Geschirr? Eigentlich reichen gebräuchliche Salat- oder Desserschälchen aus. Die gehen "zweckentfremdet" auch als "Jammi-Jammi-Geschirr" durch.

Aus schlanken, hohen Gläsern trinken

Cocktails oder eine Cola sollen nicht verbannt, sondern bewusst genossen werden. Dazu eignen sich hohe, schlanke Gläser, bekannt vom Longdrink "Gin-Tonic". Diese Gläser suggerieren durch ihre Höhe, mehr Inhalt. Der schmale Hals verhindert „Super-Schlucke“, wie zum Beispiel aus breiten Caipirinha-Gläsern.

Wer also eine Cola mit Eiswürfeln aus einem schlanken, hohen 200 ml-Glas trinkt muss sich keine Sorgen machen. Flaschen (0,5L) oder 400 ml Gläser sollte man für Wasser und ungesüßten Tee vorbehalten.

Nicht ablenken lassen!

Fernseher, Zeitung oder Buch während der Mahlzeit verführen zu unbewusstem Essen. Der Teller ist schnell leer ohne das man das darauf liegende Mahl wirklich wahrgenommen hat. Eine spannende Erzählung oder die Lieblingsserie lassen uns das Sättigungsgefühl nicht wahrnehmen. Wir sollten besser auf unsere innere Stimme hören und wieder lernen, genüsslich vor uns „hinzuschlemmen“ und ringsherum Ruhe zu haben. Krimi-, Liebes- oder Hollywood-Dramen sollten erst nach dem Essen für Entspannung sorgen.

Gruppenzwang umgehen

Wenn der Kumpel oder die Freundin essen wie ein „Scheunendrescher“, kann das für unsere Figur ungewollt negative Folgen haben. In Gesellschaft ist das Herdentier Mensch besonders geneigt, mehr als nötig zu essen. Da wäre zum einen das Phänomen "Futterneid", tritt übrigens oft unter Geschwistern auf, und die "Schlemmerabende" unter Freunden bei denen jeder was mitbringt und auch alles einmal probiert werden muss.

Nach der Völlerei ärgern sich aber viele, weil es ihnen entweder schlecht geht, oder sie um ihre Figur fürchten. Beides sind Gründe, um endlich mal gegen den Strom zu schwimmen und mit dem Essen aufzuhören, wenn man satt ist. Deshalb sollte man sich vor einem Ess-Gelage selbst klare Regeln setzen. Zum Beispiel die Zusammenstellung der Mahlzeit bewusst auswählen und die Party ohne Baucheinziehen und Völlegefühl genießen.

Selbstkontrolle verbessern

Versucht doch einfach mal, dass eigene Essverhalten genau zu beobachten und zu hinterfragen: "Muss die Schokolade jetzt wirklich sein", "Warum hab ich gerade Appetit auf das Stück Pizza?". Wenn man sich einmal bewusst nicht seinen Gewohnheiten hingibt, erfährt man was man wirklich braucht oder auf was man Appetit hat.