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Wie führe ich ein Ernährungstagebuch?

Ein Ernährungstagebuch führen, klingt erstmal nach Arbeit – aber der Aufwand kann sich lohnen. Was hast Du heute alles gegessen?


Klingt nach einer einfachen Frage – die es allerdings in sich hat wenn es ums Abnehmen geht. Denn entscheidend sind dabei nicht mal die Hauptmahlzeiten, sondern die kleinen Häppchen zwischendurch. Das ist der Schokoriegel während der Autofahrt oder der Klassiker: Chips zum Fernsehen. Ein Ernährungstagebuch kann hier aufdecken…

Ernährungstagebuch führen kann beim Abnehmen helfen

Diese werden nämlich gerne zu Beginn einer Diät unter den Essenstisch gekehrt – wenn es heißt, seine Tagesration zu analysieren. Ob das mit Absicht passiert, sei dahin gestellt. Ein Ernährungstagebuch kann hier Abhilfe schaffen. Natürlich macht es ein wenig Mühe, dieses gewissenhaft zu führen.

Ein Ernährungstagebuch gewissenhaft zu führen bedeutet nicht, nach jedem Gummibärchen den Rotstift zu zücken. Das beste ist, man plant feste Zeiten, die man zur Aktualisierung des Ernährungstagebuchs nutzt. Zum Beispiel nach dem Mittagessen oder vor dem Zubettgehen. Das Hauptproblem vieler übergewichtiger Menschen ist nicht die eigentliche Menge an Nahrung, die sie täglich zu sich nehmen, sondern das Wissen darüber. Denn die eigentlichen Dickmacher werden so nebenbei konsumiert, ohne dass uns der Genuss oder der Geschmack überhaupt bewusst wird. Und genau hier muss der Hebel ansetzen – wir müssen uns die Nahrungsaufnahme stärker ins Bewusstsein rücken.

Bewusst essen und Ernährungstagebuch führen während der Diät

Aufmerksam Wahrnehmen was wir wann und wo essen. Wir haben verlernt, auf unseren Körper zu hören. Wir stopfen alles wahllos in uns herein und das meist auch noch im Rekordtempo. Dabei setzt das Sättigungsgefühl frühstens nach einer Viertelstunde ein. Alles was wir vorher verputzen, registriert unser Gehirn überhaupt nicht. Wenn wir langsam essen, haben wir die Chance, das wichtige Hungergefühl überhaupt erstmal wahrzunehmen und nehmen weniger Kalorien auf. Nun werden viele den Zeitfaktor ins Spiel bringen. Sicherlich hat sich die Zeit, geschuldet unserer schnelllebigen Gesellschaft, zum Luxusgut entwickelt.

Aber die Frage ist doch: Was ist uns wichtiger? Man muss sich Prioritäten setzen und diese auch ohne Abstriche bedienen. Das bewusste Essen kann der erste Schritt nicht nur in ein gesünderes, sondern auch in ein leistungsfähigeres Leben sein.

Ein Ernährungstagebuch kann uns dabei eine wichtige Stütze sein. Wissenschaftliche Studien haben sogar ergeben, dass Menschen ihre Gewichtsreduzierung im Zuge einer Diät verdoppeln können, wenn sie ihre Ernährung in einem Ernährungstagebuch protokollieren.

Sicherlich spielt hier die mentale Ebene eine entscheidende Rolle. Denn wenn man seine Nahrungsaufnahme schwarz auf weiß vor Augen geführt bekommt, meldet sich noch ein anderer Freund lautstark zu Wort: Das eigene Gewissen – einen besseren Kontrolleur gibt es nicht.