abnehmen.net

Wie gelange ich zu ketogenem Stoffwechsel?

Der ketogene Stoffwechsel ist ein spezieller Prozess des Körpers, um Energie zu gewinnen. Bei einer ausgewogenen und normalen Ernährung, bezieht der Organismus seine Energie aus Kohlenhydraten.

Wenn diese nicht mehr vorhanden sind, schaltet er gewissermaßen in einen Notfallmodus um – dem ketogenen Stoffwechsel. Was hat es mit dem ketogenen Stoffwechsel auf sich? Um diesen Zustand überhaupt zu erzielen, ist äußerste Disziplin nötig. Denn der Körper bedient sich dieser Variante nur in einer Notfallsituation – zumindest interpretiert er diese dann so. Wer abnehmen will, sollte wissen, was beim ketogenen Stoffwechsel passiert und was die Folgen sein können.

Ketogener Stoffwechsel: Was ist das?

Normalerweise muss man 24 bis 48 Stunden kontrolliert fasten, damit der Körper alle vorhanden Reserven an Kohlenhydraten aufbraucht. Erst nach dieser Zeitspanne bedient sich der Körper seiner eigenen Fettreserven. Das der Zustand des ketogenen Stoffwechsels erreicht ist, kann man im Urin feststellen. Dort sammeln sich nun vermehrt die so genannten Ketone an.

Auch anhand der Atemluft ist der ketogene Stoffwechsel nachweisbar – durch seinen fruchtigen Ketongeruch. Erst jetzt sollte die Ernährung völlig umgestellt werden und im Sinne eines ketogenen Stoffwechsels angepasst werden. Vor allem Zucker und Kohlenhydrate sind auf diesem Diätplan nicht mehr und nur noch in geringen Mengen zu finden. Dem ketogenen Stoffwechsel machen sich nicht nur Teilnehmer von Diäten zunutze, auch in der Medizin ist er mittlerweile angekommen. Zum Beispiel konnte nachgewiesen werden, dass Kinder mit Epilepsie von einer ketogenen Diät profitieren. Die Intensität der krampfartigen Anfälle konnte drastisch gemindert werden. Diese Form der Diät sollte gerade bei Kindern nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Ketogener Stoffwechsel in der Krebstherapie

Die endgültigen Nachweise stehen zwar noch aus, aber wahrscheinlich kann noch ein ganz anderes medizinisches Fachgebiet von einem ketogenen Stoffwechsel einen Nutzen erzielen: Die Krebstherapie. Bei Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass Tumorzellen eine relativ einseitige Verstoffwechselung beanspruchen. Sie ernähren sich nämlich überwiegend von Zucker. Zu erkennen ist dieser Prozess, an dem verstärkt gebildeten Abbauprodukt Milchsäure. Diese dient dem Tumor nicht nur zum Wachstum, sondern hindert auch Abwehrzellen des Körpers an ihrer Arbeit. Zu allem Überfluss macht sie die unmittelbare Umgebung des Tumors resistent gegen die herkömmlichen Strahlentherapien. Wird der Tumor seiner einzigen Energiequelle, dem Zucker beraubt, können die Krebszellen nicht mehr in diesem Ausmaß wachsen.

Im Moment gehen Wissenschaftler davon aus, dass sich bösartige Tumore nur durch die Glucose ernähren können – sie sind zum Beispiel nicht in der Lage, Fette als Energieträger zu nutzen. Das kann einen ketogenen Stoffwechsel im Rahmen einer Krebstherapie so interessant machen.