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Wie gesund ist Laufen wirklich?

Der Laufsport gehört zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland. Dennoch gilt der Grundsatz: Entweder man liebt es oder man lässt es ganz bleiben. Etwa 70 Prozent unserer Muskeln kommen beim Laufen zum Einsatz. Beim Laufen werden aber nicht nur viele Muskeln beansprucht, es bietet noch mehr Vorteile, die in verschiedenen wissenschaftlichen Studien aufgezeigt wurden. 

Wer Sport macht kann Reize schneller und auch effektiver verarbeiten. Eine Studie der Universität Ulm hat einen eindeutigen Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und hirnelektrischen Prozessen aufgezeigt. Das Potenzial des Gehirns lasse sich der Untersuchung zufolge zwar steigern, diese Steigerung bezieht sich aber eher auf das räumliche Vorstellungsvermögen als auf die Merkfähigkeit.

Laufen verringert das Krebsrisiko

Regelmäßiger Laufsport in Kombination mit ausreichend Schlaf verringert das Krebsrisiko. Eine Studie des National Cancer Institute hat aufgezeigt, dass Frauen, die sportlich sind und zudem mindestens sieben Stunden schlafen, ein um die Hälfte geringeres Krebsrisiko haben, als sportliche Frauen mit Schlafdefiziten.

Frau beim joggen

©iStock/franckreporter

 

Laufen hält fit. In einer Studie, die 1984 begonnen wurde, wurden die Daten der Probanden über einen Zeitraum von 20 Jahren erfasst und analysiert. Die Teilnehmer, die wenig oder gar keinen Sport gemacht haben, waren im Schnitt 16 Jahre früher körperlich beeinträchtigt als diejenigen Teilnehmer, die sich regelmäßig sportlich betätigt haben.

Laufen beansprucht Rücken und Bauch

Es ist eine weit verbreitete Meinung, dass das Laufen die Rückenmuskulatur nicht beansprucht. Doch von den 70 Prozent der gesamten Muskulatur, die beim Laufen zum Einsatz kommt, sind auch Bereiche der Rumpfmuskulatur betroffen. Läufer haben weniger Rückenbeschwerden als Menschen, die keinen Sport machen. Das hat eine Auswertung des Orthopäden Markus Walther ergeben. Er hat die Fragebögen von mehr als 1200 Teilnehmern des Würzburg-Marathons analysiert.

Hingegen ist die Behauptung, dass das Marathonlaufen das Herz stärken würde, nicht haltbar. Im Gegenteil, ein Lauf über ein solch lange Distanz beansprucht nicht nur psychisch sondern auch physisch. Die These, Sex würde Läufer ausbremsen, ist nur zum Teil richtig. Hier haben Studien gezeigt, dass Frauen durch Sex leistungsfähiger werden, bei Männern tritt der umgekehrte Effekt ein. Das gilt aber eher für Schnellkraftsportarten, nicht aber für Ausdauersportler.