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Wie gesund ist Rucola?

Bei Rucola scheiden sich nicht nur geschmacklich die Geister. So kann Rucola unter Umständen sogar für den Körper gefährlich werden, da es bedenkliche Inhaltsstoffe binden kann – einer davon ist das Nitrat.

Rucola ist ein Blattgemüse, das zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört. Schon die alten Germanen schworen auf Rucola – bei ihnen galt die Pflanze als Potenzmittel. Mit der Eroberung des Römischen Reiches durch die Germanen fand Rucola auch den Weg in mediterrane Kochtöpfe. Nachdem Rucola speziell in Deutschland über Jahrhunderte eine Art Dornröschenschlaf abhielt, erlebte es seine Renaissance durch die Wiederentdeckung der italienischen Küche – von da ab galt es als kulinarische Delikatesse.

Rucola Salat mit frischen Erdbeeren

©iStock.com/Pilipphoto

 

Rucola hat einen sehr markant würzigen, fast scharfen Geschmack. Es wird oft zum Verfeinern oder Garnieren von Pasta-Gerichten verwendet. Allerdings gab es in den letzten Jahren nicht nur gute Nachrichten, was die Pflanze Rucola angeht. Immer wieder hört man Berichte von Vergiftungsfällen durch  Rucola. Das Problem ist, dass Rucola ähnlich wie Spinat oder Petersilie sehr sensibel auf Umweltgifte, wie zum Beispiel Nitrat oder Blei, reagiert. Gerade landschaftliche Böden, die stark bewirtschaftet werden, bürgen die Gefahr der Anreicherung von Umweltgiften. Der Grund des hohen Belastungsgrades liegt oft in der Überdüngung Selbiger.

Rucola bindet Nitrat

Grundsätzlich ist Nitrat ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen, besonders um lebenswichtige Proteine aufzubauen. Wenn die Ackerböden allerdings zu stark gedüngt werden, besteht die Gefahr, dass die Nitrat-Gehalte im Grundwasser bedenkliche Konzentrationen annehmen. Einige Nutzpflanzen, darunter fällt auch Rucola, nehmen das Nitrat dann besonders intensiv auf. Normalerweise stellt Nitrat auch in größeren Mengen keine Gefahr für den Menschen dar. Das Problem ist nicht das Nitrat selber, sondern seine Reaktionsfähigkeit mit anderen Stoffen im menschlichen Körper.

Durch unterschiedliche Kettenreaktionen können aus dem ursprünglichen Nitrat die so genannten Nitrosamine entstehen – die werden nach aktuellem Kenntnisstand als krebserregend eingestuft. Erfahrungen und Ergebnisse zeigen, dass der Gehalt an Nitrat in Rucola-Pflanzen gesenkt werden kann, wenn die Anbaubedingungen als „geeignet“ eingestuft werden. Neben einer maßvollen Düngung der Böden, spielt auch der Faktor Zeit eine nicht unwesentliche Rolle. So sollten die Düngemaßnahmen frühzeitig vor der anstehenden Ernte beendet werden. Normalerweise reichen die verzehrten Rucola-Mengen nicht aus, um die Gesundheit in größerem Maße zu gefährden. Wer trotzdem sicher gehen möchte, sollte seinen geliebten Rucola in Bio- oder Gemüseläden kaufen, die nicht in die Kategorie „Massenproduktion“ fallen.