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Wieviel soll man täglich trinken?

Ohne Wasser kein Leben. Dieser Spruch gilt nicht nur für die Beurteilung fremder Planeten und Galaxien. Auch für uns Menschen ist Trinken lebensnotwendig. Ein Mensch kann unter bestimmten Voraussetzungen 2 bis 3 Wochen ohne feste Nahrung auskommen – ohne Flüssigkeit allerdings nur 3 bis 4 Tage.

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Die ersten Vorboten des Körpers bei einem Flüssigkeitsmangel sind Konzentrationsstörungen und extreme Müdigkeit. Schon nach 3 Tagen ohne Trinken verdickt das Blut. Das Gehirn und andere lebenswichtigen Organe werden dann nicht mehr ausreichend versorgt. Damit es nicht so weit kommt ist es wichtig, viel und regelmäßig zu trinken.

Allerdings gehen die öffentlichen Meinungen über die empfohlene Tagesmenge weit auseinander. Die sehen 3 bis 4 Liter Flüssigkeit als Mindestmaß an – die anderen halten 1 Liter für ausreichend. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Die Gesellschaft für gesunde Ernährung empfiehlt 1,5 Liter am Tag zu trinken.

Täglich viel Trinken für die Gesundheit

Sicherlich ist die tägliche Wassermenge nichts Absolutes. Genau wie die Ernährung im Allgemeinen, ist sie abhängig von der Person und den Begleitumständen. So braucht ein Leistungssportler natürlich mehr Flüssigkeit am Tag als eine Büroangestellter, da er im Zuge der Bewegung deutlich mehr von dieser verliert. Auch bestimmte Krankheitsbilder verlangen eine stärkere Flüssigkeitsaufnahme.

Bei Bluthochdruck beispielsweise ist die Rechnung simpel. Das Wasser verdünnt das Blut, das so reibungsloser durch die Blutgefäße fließt und den Blutdruck senkt. Aber nicht immer ist mehr auch besser. Untersuchungen haben sogar die Gefahren ans Tageslicht gebracht, die bei einem Zuviel-Trinken entstehen können.

Im Sport kann dies unter Umständen zu ernsthaften Komplikationen bis zur Bewusstlosigkeit führen. Das Problem ist die Salzkonzentration der Zelle. Diese gerät aus dem Gleichgewicht, wenn sie mit zu viel Wasser konfrontiert wird – Zellprozesse laufen dann nicht mehr optimal ab, der Austausch ist massiv gestört.

Wir sollten bedenken, dass unserer Organismus nicht nur über das Trinken Wasser aufnimmt. Auch aus festen Nahrungsbestandteilen gewinnt der Körper Flüssigkeit. Sogar seinen eigenen Stoffwechselprozesse kann dieser Wasser entziehen. So genanntes Oxidationswasser entsteht bei der Verstoffwechselung und wird dann an den Organismus zurückgeführt.

Wichtig ist es vor allem, regelmäßig kleine Mengen zu trinken – so wird die Niere nicht überlastet und der Organismus mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Vor kurzen entdeckten Forscher noch ein ganz anderes Phänomen. Offensichtlich kurbelt der Organismus seinen Energieverbrauch an – ausgelöst nur durch das Trinken selber. Ein halber Liter Wasser sorgt für einen Energieverbrauch von 50 Kalorien – immerhin, besser als gar kein Kalorienverbrauch.

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