Nachdem wir Heilfasten, als zum Abnehmen ungeeignete Fastenkur, vorgestellt haben, folgt heute das modifizierte Fasten in Form des Saftfastens. Dabei wird nicht gänzlich auf Nährstoffe verzichtet. Das Saftfasten ist eine weniger strenge Art des Fastens. Beim Saftfasten werden nicht nur Tee und Wasser getrunken, sondern es darf auch Gemüsebrühe und eine begrenzte Menge an Obst- und Gemüsesäften getrunken werden.
Pro Tag werden, neben der Flüssigkeit aus Brühe, Wasser und Tee, circa ein bis 1,5 Liter Saft getrunken. Der Saft soll am besten frisch gepresst werden, weil er so eine weniger hohe Kalorienkonzentration und mehr Ballaststoffe enthält.
Außerdem geht man bei selbst frisch ausgepresstem Saft auf Nummer sicher, dass keine Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und zusätzlicher Zucker verwendet werden.
Ein Saftfasten-Tag kann zum Beispiel so aussehen:Mit dem Saftpensum von ein bis eineinhalb Litern pro Tag nimmt man circa 300 bis 600 Kalorien täglich zu sich. Die Säfte versorgen den Körper neben der Flüssigkeit außerdem mit Vitaminen und Mineralstoffen.
Dies gilt aber nur begrenzt, da viele Vitamine, die so genannten fettlöslichen Vitamine, nur in Verbindung mit Fett vom Körper aufgenommen werden können.
Die Saftkur oder das Fasten mit Saft ist weniger rigoros als das puristische Heilfasten. Trotzdem ist auch das Saftfasten auf Dauer und zum Abnehmen nicht geeignet. Auch das Saftfasten kann, wenn es länger als ein bis zwei Wochen durchgeführt wird, zu Mangelerscheinungen führen.
Außerdem schürt eine Fastenperiode Heißhunger, während der Stoffwechsel seine Aktivität herunter fährt. Häufig kommt es deshalb nach dem Fasten zu einer erneuten Gewichtszunahme. Viele nehmen nach dem Fasten schnell wieder zu und wiegen bald darauf genauso viel oder mehr als vorher, der so genannte Jojo-Effekt tritt ein.
Mit einer langfristigen, ausgewogenen Diät können dagegen sehr selten Mangelerscheinungen auftreten und das abgenommene Gewicht wird weitaus besser und einfacher zu halten sein.