Weg mit dem Ballast! Das ist oft richtig, aber es sollte nicht für die Ballaststoffe gelten. Denn Ballaststoffe unterstützen sowohl eine Diät als auch eine grundsätzlich gesunde Ernährung.
Ballaststoffe kommen fast nur in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Dort sind sie Bestandteil von Gerüstsubstanzen (Zellwände), Nährstoffspeicher oder Schutzstoffe. Sie können von den menschlichen Verdauungsenzymen nicht aufgeschlossen und somit nicht verdaut werden – daher wurden sie früher als „Ballast“ bezeichnet.
Auch wenn der Name geblieben ist, mittlerweile hat man die Wirkungen der Ballaststoffe im Körper erkannt und empfiehlt sogar, möglichst viel davon zu essen, denn:
Sie binden viel Wasser, das heißt, sie quellen auf, vergrößern ihr Volumen und haben damit einen sättigenden Effekt. Damit die Ballaststoffe optimal quellen können, brauchen sie ausreichend Flüssigkeit. Denkt darum vor allem bei ballaststoffreicher Ernährung daran, viel zu trinken.
Wird Zucker in Verbindung mit Ballaststoffen aufgenommen, kann der Zucker nicht so einfach und schnell resorbiert werden. Die Enzyme müssen sich erst mal durch die Ballaststoffe kämpfen, bevor sie an den Zucker herankommen.
Die Aufnahme des Zuckers ins Blut wird also verlangsamt, der Blutzuckeranstieg nach dem Essen fällt geringer aus, der Zuckereinstrom ins Blut ist gleichmäßiger. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel konstanter, die Bauchspeicheldrüse wird entlastet und Ihr bleibt länger satt.
Auch im Darm binden sie Wasser, machen den Stuhl damit weicher und gleitfähiger und regen gleichzeitig die Darmtätigkeit an. Obst und Gemüse, Getreide sowie Hülsenfrüchte sind reich an Ballaststoffen.
|
|
Lebensmittel |
Ballaststoffgehalt |
|
1. Frühstück |
1,5 Scheiben Weizenmischbrot (100 g) |
5 g |
|
2. Frühstück |
1 Schüssel Heidelbeeren (100 g) |
5 g
|
|
Mittagessen |
4 Kartoffeln (250 g) |
4 g |
|
Zwischenmahlzeit |
1 Möhre (70 g) |
2,5 g
|
|
Abendessen |
1,5 Scheiben Roggenvollkornbrot (100 g) |
8 g |
|
Summe
|
|
30 g
|
Quelle: Die große GU-Nährwert-Tabelle, Gräfe und Unzer, 2006/7