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Ist Vollkornmehl immer dunkel?

Beim Stichwort Vollkorn denken die Meisten an ein dunkles Brot oder Brötchen mit vielen Körnern drauf. Doch heißt das schon Vollkorn? Müssen da immer Kerne drauf sein? Und ist Vollkorn immer gleich Dinkel?
Getreide und Getreideprodukte könnt ihr in unterschiedlichen Qualitäten erhalten: Entweder wurde das Getreidekorn vor der Verarbeitung geschält (Weißmehlprodukt) oder es wurde das ganze Korn verwendet (Vollkornprodukt).

Weil die Schale zum größten Teil aus Ballaststoffen besteht und zudem viele Vitamine und Mineralstoffe direkt unter der Schale stecken, sind Vollkornprodukte besonders wertvoll.

Sind Körner-Brötchen aus Vollkorn?

Brötchen mit ein paar aufgestreuten Körnern sind nicht zwangsläufig aus Vollkorn. Häufig bestehen sie aus raffiniertem Weißmehl und dürfen darum auch nicht die Bezeichnung Vollkorn tragen.

Achtet mal darauf: Meist sind diese Brötchen auch als Mehrkorn-Brötchen benannt und Mehrkorn heißt eben nicht Vollkorn.

Das Gleiche gilt auch bei dunklem Brot: Das dunkle Brot wird häufig mit Malz eingefärbt und enthält kein Vollkornmehl, sondern ganz normales Weißmehl. Die Deko-Kerne, die das gesunde Vollkorn-Gefühl vermitteln sollen, verträgt übrigens nicht jeder. Einige reagieren mit Bauchdrücken oder Verdauungsproblemen.

Vollkorn oder nicht

Aber nicht nur Brot und Brötchen liefern in der Vollkornvariante wertvolle Ballaststoffe. Auch bei folgenden Lebensmitteln habt ihr die Wahl zwischen Vollkorn- oder Weißmehl:

  • Gebäck (Kekse, Kuchen)
  • Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, Hirse, usw.)
  • Getreideflocken (zum Beispiel Hafer-, Hirseflocken)
  • Müsli
  • Nudeln
  • Reis Brot, Brötchen, Toast, Knäckebrot
  • Mehl
  • Pizzaboden, denn auch da hat man die Wahl

Die Mehltype verrät die Ballaststoffe

Bei Mehl gibt es nicht nur Weißmehl und Vollkornmehl, sondern auch verschiedene Mischvarianten. Orientiert euch an der aufgedruckten Mehltype: Je höher die Ziffer ist, umso höher ist der Ballaststoffanteil.

Bei Weizen variiert die Mehltype zwischen 405 (Weißmehl) und 1.700, bei Roggen zwischen 815 und 1.800. Vollkornmehl selbst hat keine Typenbezeichnung, weil das volle Korn verwendet wird.

abnehmen.net Tipp

Wie ihr seht, ist Vollkorn nicht gleichbedeutend mit Dinkel oder Hirse. Aus einem Weizenvollkornmehl mittlerer Mehltype lassen sich zum Beispiel luftige Pfannkuchen und Crepés backen! Wenn ihr Vollkorn pur nicht mögt, dann wählt doch einfach eine mittlere Mehltype für eure Backwaren oder zum Kochen.

 
Autor: Peggy verfasst am 19.06.2009 14:14
Peggy beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gesunder Ernährung und gesundem Abnehmen. Mit großer Vorliebe spürt sie neue, vergessene oder fremdartige Lebensmittel auf, testet und verkostet diese.
 
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