Man weiß ja von sich selbst, dass man eine Schwäche für Gummibärchen, Blätterteig-Teilchen, Krokant-Pralinen, Pizza oder Lasagne mit ganz viel Käse hat. Aus Vernunft verkneift man sich diese Kalorienbomben aber meist.
Aber ab und an wollen die Gelüste auf unsere Lieblingsspeisen befriedigt werden. Wird nur sehr wenig gegessen oder werden gleich ganze Lebensmittelgruppen (Kohlenhydrate, Eiweiße) weggelassen schaltet der Körper in den Hunger-Modus.
Bereits nach drei restriktiven Tagen reduziert sich der Anteil des appetitreduzierenden Hormons Leptin im Körper um 22%. Experten fanden heraus, dass restriktive Esser nicht zwangsläufig schlanker als normale Esser sind. Im Gegenteil: sie liegen sogar 1-2 Body-Mass-Index (BMI) Punkte höher, was circa 5-10 Kilo mehr entspricht.
Durch selbst auferlegte strenge Essregeln hat der restriktive Esser häufiger großes Verlangen nach einem bestimmten Lebensmittel. Hat er endlich die Chance es zu verzehren, überisst er sich daran oft.
Das Magazin Appetite lies im Rahmen einer Studie Frauen 3 Tage lang keine Kohlenhydrate essen. Diese hatten an Tag 4 wesentlich stärkeren Heißhunger und aßen 44% mehr Kalorien von Kohlenhydraten als die Vergleichsgruppe.
- Alle Verbote aufheben: Besser ist es, den Verzehr der Lieblingsspeisen zu planen. In kontrollierten Portionen. Ein Stück Pizza oder eine halbe Pizza – anstelle der ganzen Pizza. Bei Tiefkühl-Pizza am besten gleich die Hälfte durchschneiden, wenn sie noch gefroren ist – denn liegt sie einmal auf dem Teller essen wir die Pizza meist auch auf. Oder das Lieblingsdessert – wie Schokokuchen, Apfelpfannkuchen oder Tiramisu – mit Freunden teilen.
- Nicht um Essgelüste „drum herum essen“: Stillt der restriktive Esser den Appetit auf ein bestimmtes Lebensmittel mit einer fettarmen oder kalorienarmen Alternative, stellt sich im Gehirn nicht die gleiche Befriedigung ein. Gelüstet es z.B. nach einem Vanille-Milch-Shake dann wird ihn der Verzehr des fettarmen Mager-Joghurts nicht befriedigen. Besonders nicht, wenn man sich den Milch-Shake schon längere Zeit vorenthalten hat. Durch solche Ausweichstrategien werden teilweise sogar mehr Kalorien gegessen als hätte man sich ab und an von dem Milch-Shake eine kleine Portion gegönnt.

Autor:
Peggy verfasst am 22.08.2008 13:07
Peggy beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gesunder Ernährung und gesundem Abnehmen. Mit großer Vorliebe spürt sie neue, vergessene oder fremdartige Lebensmittel auf, testet und verkostet diese.
Heißhunger...
ChaoZ beBii am 23.03.2009 um 19:52Wärend der arbeite esse ich mitlerweile weniger aber sowei ich den weg nach Hause antrete hab ich hunger und könnte immer den Kühlschrank leer futtern. Wie kann ich das ändern???
Hallo ChaoZ beBii, ja das
Claudia am 26.03.2009 um 11:43Hallo ChaoZ beBii, ja das Ausgehungertsein kann eben durch das Weniger-essen bei Dir kommen. Iss doch, ca. eine halbe Stunde bevor Du heim gehst, noch einen Joghurt oder ein Stück Obst. Dann bist Du unterwegs nicht so ausgehungert und kannst gesund einkaufen gehen (hungrig kauft man ja immer die schlimmsten Dinge unterwegs). Du solltest es nicht zum Heißhunger kommen lassen indem Du über die Hälfte des Tages (ab Mittag z.B.) nichts mehr isst! Bei Hunger am Nachmittag musst Du deinem Körper auch was geben: Nüsse, Joghurt, Obst - es muss nicht viel sein.
Viele Grüße
Claudia
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