Den inneren Schweinehund zu überwinden, endlich mit einer Diät oder einem regelmäßigen Sportprogramm zu starten, ist für Viele ein riesiger erster Schritt hin zu einem gesündern Lebensstil.
Ganz wichtig ist auf diesem Weg die Unterstützung von Freunden und Familie. Denn mit „a little help from my friends“, wie schon die Beatles sangen, lassen sich Probleme und Herausforderungen viel leichter meistern.
Da es für Freunde und Bekannte nicht immer einfach ist, zum richtigen Zeitpunkt auch die richtige Hilfe anzubieten, möchten wir den freiwilligen „Motivatoren“ und „Diät-Coaches“ unter euch ein paar Tipps an die Hand geben. So könnt ihr Familie und Freunden bei ihrer Lebensumstellungen motivierend zur Seite stehen.
Einem anderen Menschen, besonders Menschen die uns nahe stehen, Ratschläge zu erteilen, kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Der andere fühlt sich möglicherweise bevormundet, nicht verstanden, denkt er ist im Recht und will auf keinen Fall nachgeben. Mit einem kleinen Trick geht’s viel leichter: Zeigen statt sagen!
Anstatt das Problem zu analysieren und selbst eine Lösung vorzuschlagen, es ist viel hilfreicher, wenn ihr als persönlicher Diätcoach den Weg vorzeigt und selbst ein gutes Besipiel vorgebt. Versucht zu verstehen, anstatt verstanden zu werden und haltet euch vor Augen wie schwer es für den anderen ist, sein jahrelang gelebtes und anerzogenes Verhalten zu ändern.
Wenn Dein „Diätschützling“ zum Beispiel abends vor dem Fernseher ständig Chips und Schokolade in sich hineinstopft, geht vor dem gemeinsamen DVD Abend gesund einkaufen: Kauft Karotten und anderes Gemüse und macht euch einen leckeren Dipp dazu.
Damit der andere selber auf Ideen kommt, was an seinem aktuellen Essverhalten falsch ist und wie er Probleme und ungesunde Angewohnheiten erkennen und verstehen kann, solltet ihr ab und zu Fragen stellen, statt ungefragt Tipps zu geben.
Fragen decken zudem versteckte Emotionen und Gründe für bestimmte Verhaltensmuster auf. Auf diese kannst Du dann eingehen und so Deinem „Diät-Schützling“ eine wesentlich bessere Unterstützung sein.
Aus den Erfahrungen anderer zu lernen, fällt leichter als fremde Tricks und Tipps zu verstehen. Erzähle deshalb frei heraus, wie Du mit einem schwierigen Vorhaben umgegangen bist und wie Du es geschafft hast durchzuhalten. Sei es Deine eigene Diäterfahrung, wie Du Dich dazu motivierst zum Sport zu gehen. Oder auch was Du machst, wenn Heißhunger aufkommt.
Das beste Beispiel dafür, wie gut dieses Prinzip funktioniert sind die Weight Watchers Gruppentreffen. Die positiven Erfahrungen anderer Teilnehmer sind eine starke Motivation für alle die abnehmen wollen, nach dem Motto: „wenn die das schafft, dann kann ich das auch.“
„Ich kann mich einfach bei Chips nicht zurückhalten“, „Nichts funktioniert bei mir“, „Sport hilft mir beim Abnehmen eh nicht“: Alles negative Aussagen, die natürlich nicht gerade Mut machen und motivieren.
Helft dabei, die negativen Einstellungen eures Diät-Schützlings in positive Ziele umzupolen. Ganz wichtig dabei: immer ein Schritt nach dem anderen und nichts überstürzen. Kleine Ziele sind erreichbarer und frustrieren nicht.
Wie wäre es also statt negativem Gebrummel mit folgenden Sätzen: „Ich esse jeden Tag drei Portionen von meinem Lieblings-Gemüse.“, „Statt vom Büro direkt nach Hause zu gehen, plane ich jeden Abend einen halbstündigen Umweg zu Fuß ein.“, „In drei Wochen bekomme ich den Knopf der zu eng gewordenen Jeans wieder zu.“
Die größte Herausforderung bei allen Veränderungen im Leben ist es, diese durchzuhalten. Und dabei seid ihr als persönlicher Diät-Coach ganz besonders gefordert. Und besser als alles reden ist, wenn ihr mit gutem Beispiel vorangeht. Also, nicht reden sondern machen.
Holt euren Diätschützling zu einer Radtour ab, geht gemeinsam in den Supermarkt einkaufen, trefft euch ab und an zum gemeinsam Kochen und essen oder meldet euch zusammen im Fitness-Studio an. Und dazu sind gute Freunde doch da oder?