Wenn man an Aquagymnastik denkt, fallen einem meist nur Badekappen-behütete, alte Damen im Schwimmbad oder Kurhotel ein. Dass Aquafitness auch richtig anstrengend sein kann, glaubt kaum jemand. Dabei hat diese Sportart viele Facetten.
Wer einen Aquafitness-Kurs besucht, wird schnell merken: Hier werden Nägel mit Köpfen geschlagen. Von wegen seichtes Geplansche! O.K. man sollte sich als Mittzwanziger vielleicht wirklich nicht zum Seniorenbadetag im örtlichen Schwimmbad anmelden, dann könnte es etwas ermüdend werden. Aber es geht auch anders:
Aquafitness eignet sich nicht nur hervorragend für Übergewichtige und ältere Leute, sondern auch für Menschen mit Rücken- und Gelenkproblemen. Das können auch Leistungssportler und begeisterte Freizeitsportler sein, die einen Ausgleich brauchen. Denn wer Sport treibt läuft auch Gefahr die Gelenke zu belasten. Wer trotz Einschränkungen oder zur Regeneration trainieren will, sollte Wassergymnastik unbedingt ausprobieren. Dort arbeiten die Muskeln, aber die Gelenke werden verschont.
Kommen dann noch Hanteln hinzu, könnte man beinahe ins Schwitzen kommen. Wäre da nicht das kühle Nass. Nicht nur, dass die Übungen unter Wasser die Muskeln stärker beanspruchen, auch die Balance und das Gleichgewicht werden bei Aquaaerobic trainiert.
Um euch die Aqua-Fitness noch schmackhafter zu machen habe ich selbst an einem Aquafitnesskurs teilgenommen. Gleich im Schwimmbad bei mir um die Ecke im Ernst-Thälmann-Park in Berlin. Das Ergebnis: Muskel-Anstrengung pur. Vor allem die Bauchmuskeln habe ich während der nächsten Tage deutlich gemerkt. Das liegt daran, dass man viele Übungen „aus der Mitte heraus“ stemmen muss um die Balance zu halten. Wer die Übungen richtig ausführt und unter Wasser nicht schummelt wird an Aquagymnastik seine Freude haben.