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Zeit für die Pflaume

Vorhang auf, der August gehört der Pflaume, die in allerlei Facetten den Sommer versüßt. Mal etwas fruchtiger, mal etwas säuerlich, bereichert sie Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts. Dabei ist sie gesund und steckt voller Vitamine.


Pflaumenbäume gehören zur Familie der Rosengewächse. Es gibt sieben Unterarten der Pflaume:

Zwetschge: Das ist die dunkelblau-violette „Urpflaume“, die wahrscheinlich jeder aus Omas Garten oder als Pflaumenmus kennt. Diese eierförmigen Pflaumen schmecken sehr süß und aromatisch. Der Kern lässt sich bei reifen Früchten leicht vom gelblichen Fruchtfleisch trennen.

Pflaumen|pixelio.de/P.Kirchhoff|www.pixelio.de/details.php?image_id=353785Kriechen- oder Haferpflaume: Das ist eine Wildpflaumenart, die der Zwetschge ähnelt. Sie ist auch in intensiveren Violettönen zu finden und etwas größer als Mirabellen. Der Fruchtsaft der Haferpflaume ist dunkelrot, sehr süß und aromatisch. Im Süden Deutschlands werden Haferpflaumen gern zu Schnaps verarbeitet.

Halbzwetsche:
Die Halbzwetsche schimmert violett, blau, rötlich bis gelb und ist rundlicher. Ihr Fruchtfleisch ist gelb und fest und lässt sich etwas schwerer vom Kern lösen. Der Geschmack ist eher fruchtig-süß bis säuerlich.

Edelpflaume: Die Edelpflaumen sind die handelsüblichen Pflaumen, auch Kultur-Rundpflaumen genannt. Es gibt zwei Sorten der Edelpflaume die sich stark unterscheiden:

Die echte Edelpflaume findet man häufig im Supermarkt. Sie ist dunkelrot, fast schwarz-violett. Sie ist weniger süß, eher wässrig-fruchtig aber sehr saftig. Die Reineclaude / Ringlotte ist gelb-grün, sehr süß und auch sehr saftig. Beide Edelpflaumen haben eine runde Form mit rundem Kern, der sich etwas schwerer vom Fruchtfleisch lösen lässt.

Spilling: Diese Pflaume ist der Haferpflaume sehr ähnlich, wächst aber eher in den Alpen und Südeuropa. Das Fruchtfleisch lässt sich leichter vom Kern lösen als bei der Haferpflaume.

Zibarte: Die Zibarte ist eine alte, runde Pflaumenart, die wie die Edelpflaume rund ist und gelb, blau, violett bis rot-schwarz aussehen kann. Sie ist jedoch kleiner als die Edelpflaume, also auch weniger ertragsreich.

Mirabelle: Die Pflaume mit dem schönsten Namen ist eine grünliche, runde Frucht, etwa so groß wie die Haferpflaume. Die Farbe reicht von gelb bis grün, oft mit roten Punkten. Das Fruchtfleisch ist saftig und süß.

Powerfrucht: Vitamine und Mineralstoffe

Zwtschgen-offen-mit-Kern|pixelio.de/Lisa-Marie|www.pixelio.de/details.php?image_id=370240Pflaumen sind nicht nur lecker und fruchtig, sie sind auch sehr gesund. Sie enthalten viel Vitamin A, B und C.

Die Pflaumen wirken entwässernd und fördern durch ihren hohen Ballaststoffgehalt die Verdauung, deshalb werden sie auch häufig bei Verstopfungen, zum Beispiel als Backpflaumen oder Backpflaumensaft, empfohlen.

Auch wertvolle Mineralien wie Zink, Magnesium, Kalium und Eisen stecken im runden Kernobst. Pflaumen fördern den Sauerstofftransport im Blut und versorgen so Muskeln, Nerven und das Herz. 100 Gramm Pflaumen enthalten etwa 50-55 Kalorien, je nach Sorte und Reifegrad.

Vorspeise: Spanische Pflaumen

Zutaten für 4 Personen:

  • 20 Pflaumen (Zwetschgen), Haferpflaumen oder Halbzwetsche
  • 20 rohe Mandeln
  • Orangensaft
  • Sherry
  • Serano-Schinken (etwa 20-25 Scheiben)
  • 200 g Manchego-Käse in 20 Stücke Würfeln
  • Oliven- oder Rapskernöl zum Braten

Die rohen, geschälten Mandeln in Sherry mit Orangensaft (Verhältnis 1:1) etwa 3-4 Stunden einlegen. Pflaumen entkernen und halbieren (so dass man sie wieder zuklappen kann).

In die eine Hälfte der Pflaume eine Mandel, in die andere Hälfte einen Würfel Käse stecken, an die Stelle, wo vorher der Kern war. Die gefüllten Pflaumen mit Seranoschinken umwickeln, mit einem Holzspießchen feststecken und in etwas Öl knusprig braten. Die Pflaumen im Schinkenmantel kann man auch hervorragend grillen.

Hauptgang: Steak mit Mirabellen – Johannisbeer – Chutney

Zutaten für 4 Personen:

Das Fleisch: 4 Rinderfilets oder T-Bone Steaks mit Pfeffer und Salz würzen und nach belieben (durch, blutig, medium) anbraten.

Für das Chutney:

  • 800 g Mirabellen, entkernt und zerkleinert
  • 500 g Johannisbeeren
  • 2 große Zwiebeln, klein gewürfelt
  • 200 g brauner Zucker
  • 200 g Gelierzucker 2:1
  • 100 ml Essig (am besten: Himbeeressig)
  • 1 EL Zitronensaft (1/2 Zitrone gepresst)
  • 1 EL Basilikum (getrocknet) oder 3 Blätter frisch gezupft
  • 1 TL Salz, 1 TL frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1 Messerspitze Gewürznelken

Alle Zutaten waschen, putzen, in einem Topf vermengen und unter stetigem Rühren zum Kochen bringen. Dann auf kleiner Flamme 15 Minuten oder länger (je nachdem wie schnell die Früchte „zerfallen“) köcheln lassen und ab und an umrühren.

Wenn die Zwiebelstückchen glasig sind und die Masse eine dunkelrote Farbe angenommen hat, ist das Chutney fertig zum Abfüllen in Schraubgläser. Es reicht für etwa 6 Portionen oder 6 Gläser.

Das Chutney kann man heiß oder kalt zum Fleisch, zusammen mit einem knackigen Salat, servieren.

Dessert: Zwetschgen-Eiscreme

Zutaten für 4 Portionen:

  • 250 ml Milch
  • 250 ml Crème double oder Sahne
  • 600 g Zwetschgen
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Zimt

250 Gramm der Zwetschgen putzen und würfeln und dann mit einem Pürierstab oder Standmixer zu einer Creme mixen. Danach die Crème double/Sahne und den Zucker unterrühren und in einem geeigneten Gefäß ins Eisfach stellen. Alle 30 Minuten kräftig umrühren. Bis die Creme zu Eis wird, können 2-4 Stunden vergehen.

Vor dem Anrichten des Zwetschgeneis, die restlichen 350 Gramm Zwetschgen fein wie eine Sauce pürieren und mit einer Prise Zimt abschmecken. Das Zwetschgen-Eis auf Tellern oder in Dessertschüsseln anrichten und darüber etwas Zwetchgen-Sauce geben – fertig!

 

Hier ein leckeres und super einfaches Video Rezept: Pflaumen Shake: