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Zu wenig Schlaf macht krank

Wer unter dauerhaftem Schlafmangel leidet, kann Probleme bekommen. Forscher empfehlen Erwachsenen zwischen 6 und 8 Stunden Schlaf täglich um nicht krank zu werden.

Stress im Job, psychische Belastungen wie Trauer, unregelmäßige Wach- und Schlafzeiten durch langes Arbeiten am Abend, Nachtschichten und sehr frühes Aufstehen: Das alles können Gründe für ungenügenden Schlaf sein.

Was passiert bei Schlafmangel?

Gesund-Schlafen|istockphoto.com/DrGrounds|www.istockphoto.com/stock-photo-1917624-cozy-sound.phpEin oder zwei Nächte etwas weniger oder schlechter Schlafen ist für die Meisten kein Problem. Dauert der Zustand aber über längere Zeit an, kann die Konzentrationsfähigkeit sinken. Wer 48 Stunden auf seinen Schlaf verzichtet, fährt Auto wie jemand, der 10 Gläser Wein getrunken hat – "Schlaftrunken" kann man das wohl nennen.

Dauerhafte Nicht- oder Wenig-Schläfer neigen zu mehr Hunger, haben oft ein schwächeres Immunsystem, neigen zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel, haben eher Übergewicht, das Herzinfarktrisiko steigt an, bei Frauen das Brustkrebsrisiko. Bei Nachtschichtarbeitern stellte man vermehrt Magen-Darm Probleme fest.
 

Warum ist guter, ausreichender Schlaf so wichtig?

Wird es abends dunkel, beginnt der Körper das Schlafhormon Melatonin zu produzieren. Dieses bewirkt, dass wir müde werden und gut einschlafen können. Die Körpertemperatur sinkt, der Stoffwechsel verlangsamt sich.

Ist man dann eingeschlafen, laufen in den sich intervallartig abwechselnden Schlafphasen verschiedene Prozesse ab. Das Gehirn verarbeitet und speichert in Träumen alles, was uns während des Tages beschäftigt hat, was wir erlebt haben. Es sorgt so dafür, dass wir am nächsten Morgen wieder bereit für die Aufnahme neuer Eindrücke sind.

Während des Schlafs laufen im Körper Regenerationsprozesse ab: Wachstumshormone werden ausgeschüttet, sodass sich Haut- und Blutzellen erneuern und der Stoffwechsel regeneriert wird. Hat sich unser Körper durch den Schlaf erholt, schüttet er Stresshormone aus, von denen wir dann aufwachen.

Hilft ein Betthupferl am Abend?

Viele kennen es aus Kindertagen: Vor dem Einschlafen, und hoffentlich auch vor dem Zähneputzen, gab es ein Glas heiße Milch mit Honig.

Aus gutem Grund: In Süßigkeiten wie Schokolade aber auch in Milch- und Käseprodukten ist die Aminosäure Tryptophan enthalten. Und Tryptophan ist eine natürliche Vorstufe des Schlafhormons Melatonin. Das süße Betthupferl, ein Stück Käse oder eben die Milch mit Honig, können also wirklich beim gut Schlafen helfen.

Hilft mittags ein Power Nap?

Wer kennt es nicht: Das Leistungstief nach dem Mittagessen, von einigen auch als "Pastakoma" bezeichnet. Eigentlich ein physiologisch ganz normaler Zustand, der Körper verlangt nach Absolvieren der ersten Tageshälfte nach einer Ruhepause. Studien zeigten, dass ein Nickerchen von nur 15 Minuten nach dem Mittagessen den Biorhythmus fast wieder in morgendliche Hochform versetzt.

Wem es möglich ist, der sollte es mal probieren: Für 15 Minuten die Bürotür schließen, gemütlich in den Stuhl lümmeln und für 15 Minuten die Augen schließen. Den so genannten Power Nap sollte man nicht im Liegen, sondern besser im Sitzen halten. So ist garantiert, dass man nicht zu fest einschläft und schnell wieder aufwacht.

Alternativ hilft gegen das Mittagstief auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft. Das baut zudem Stress ab, entlastet den Rücken von Büroarbeitern und verbrennt gleich ein paar Kalorien.

Auf ermüdende, kohlenhydrat- und fettreiche Gerichte, wie eben Pasta oder Pizza, sollte man mittags lieber verzichten. Wie wäre es stattdessen mit einer leckeren Gemüsesuppe, dazu eine Scheibe Vollkornbrot oder einem knackigen Salat mit Hühnchen oder Fisch